Für die Verlegung von Laminat muss nicht zwingend ein Fachmann beauftragt werden, sondern es kann auch mit etwas handwerklichem Geschick und dem richtigen Werkzeug selbst durchgeführt werden.
Der Fußbodenbelag Laminat wird mittlerweile sehr häufig für Wohnräume verwendet, da er im Gegensatz zu Auslegware besser gereinigt werden kann und zudem über eine lange Haltbarkeit verfügt. Im Fachhandel und in den Baumärkten wird das Laminat in diversen Qualitäten und Farbgebungen angeboten. Aus diesem Grund sollte vorab überlegt werden, wie man seine Zimmer gestalten möchte und welche Töne dafür passend wären. Ein harmonisches Gesamtbild ergibt sich, wenn für alle Wohnräume dieselbe Farbe verwendet wird. Mitunter kann man allerdings auch optisch ansprechende Abgrenzungen von verschiedenen Nutzungen im Haus durch das Laminat vornehmen. Die Laminatplatten sind zumeist in den verschiedenen Holztönen erhältlich, darunter auch Buche, Eiche und Kiefer. Dabei handelt es sich allerdings nicht um massives Holz, sondern um Werkmaterialien, die übereinander geklebt sind. Die obere Deckschicht besteht dabei aus einem Holzimitat, wodurch die Optik eines Parketts entsteht. Der Vorteil gegenüber einem Fußboden aus Echtholz besteht darin, dass sich das Laminat günstiger herstellen lässt und dadurch wesentlich niedriger im Preis ist und sich ohne großen Aufwand verlegen lässt.
Bei der Auswahl des Laminats kann man sich hinsichtlich der Qualität am Preis orientieren, da die günstigen Angebote häufig nicht über dieselbe Festigkeit verfügen wie ein hochwertiges Produkt. Dadurch kommt es schneller zu Abrieben und das Material reagiert empfindlicher auf Feuchtigkeit. Die Abriebfestigkeit wird häufig auch anhand einer Klassifizierung angegeben, sodass man anhand des Wertes erkennen kann, wie gut der Fußbodenbelag ist. Für normale Wohnräume, in denen keine hohe Belastung durch viele Personen und Straßenschuhe vorkommt, reichen allerdings auch die dünneren Laminate ohne spezielle Oberflächenbehandlung aus. Bei Verschleißerscheinungen kann das Laminat im Gegensatz zum Parkett allerdings nicht aufgearbeitet werden, da keine Abschleifungen der oberen Schicht möglich sind. Sollte der Fußboden stark beschädigt und unansehnlich sein, müssen die betroffenen Stellen ganz ausgetauscht werden. Preiswerte Beläge sind bereits ab ca. 3 Euro pro Quadratmeter erhältlich, wohingegen teure Produkte bis zu 30 Euro kosten können (Stand: November 2011).
Beim Verlegen muss unter das Laminat zunächst eine Trittschalldämmung mit einer Dicke von mindestens 2 mm verlegt werden, da das Material den Schall gut leitet. Dabei ist darauf zu achten, dass diese Dämmung auch zwischen den Kanten des Laminats und den Seitenwänden des Raumes angebracht wird, damit an diesen Stellen keine Schallbrücken entstehen. Die Trittschalldämmung besteht aus Polyethylen und kann mit einer Schere entsprechend zurechtgeschnitten werden. Mithilfe einer Schneidemaschine lassen sich die Stücke in der richtigen Länge anfertigen und anschließend an die gewünschte Stelle legen. Das Laminat verfügt an den Seiten über passgenaue Fugen, wodurch sich die einzelnen Stücke zusammenstecken lassen. Dazu wird ein Gummihammer verwendet, mit denen man die Laminatpaneele miteinander verbindet.