Um den eigenen Garten zu gestalten, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Werden Holz und Stein entsprechend kombiniert, entsteht schnell ein ganz natürlicher und gemütlicher Charakter im Garten.
Seit vielen Jahrtausenden kennt und schätzt der Mensch Holz als einen vielseitigen Werk- und Baustoff. Auch bei der Gestaltung von Haus und Garten kommen heute die unterschiedlichsten Holzarten zur Anwendung und sorgen so für ein sehr gemütliches und natürliches Klima und Ambiente. Im Gegensatz zu Stein oder gar Metall strahlt Holz eine sehr viel größere Wärme aus. Der natürliche Farbton des Materials wirkt urig und heimelig. Gleichzeitig stellt eine Terrasse, die aus Holz gebaut wird, durchaus eine Wertsteigerung für ein Anwesen dar.
Wie bei einer Terrasse, die mit einem Belag aus Fliesen oder Steinzeug versehen wird, will auch die aus Holz gebaute Terrasse bereits im Vorfeld gut geplant werden. Es ist wichtig, dass das Holz, das für den Bau verwendet wird, über eine möglichst lange Haltbarkeit verfügt. Gleichzeitig sollte sich der Belag als pflegefreundlich erweisen. Holzarten wie die Douglasie oder auch die Lärche können sowohl durch ihre Langlebigkeit und ihr Äußeres überzeugen, neigen aber unter Umständen zur Splitterbildung. Dies gilt vor allem dann, wenn das Holz schlecht oder sogar gar nicht gepflegt wird. Nadelhölzer neigen zum Harzen. Auch dies ist bei einer hölzernen Terrasse natürlich unerwünscht. Tropische Hölzer wie Bangkirai werden in den letzten Jahren immer häufiger für den Terrassenbau verwendet. Dies liegt unter anderem an dem dunklen Look, den diese Hölzer mit sich bringen. Um dem Raubbau der tropischen Hölzer entgegen zu wirken, sollte man beim Kauf auf das FSC-Siegel achten. Die Vielfalt der Hölzer, die für den Terrassenbau zum Einsatz kommen, ist groß. Obwohl es sich beim Holz um einen natürlichen Werkstoff handelt, bringen die tropischen Holzarten im Vergleich zu einheimischen Hölzern zahlreiche Vorteile mit sich. Die lange Lebensdauer, sie beträgt oftmals mehr als 30 Jahre bei entsprechender Pflege, sowie eine ansprechende Optik und individuelle Farbtöne lassen diese Hölzer für den Terrassenbau besonders interessant werden.
Die Preisbildung für die hölzerne Terrasse gestaltet sich äußerst individuell und hängt sowohl von dem Holz als auch von den Befestigungssystemen und der Struktur der Terrasse ab. So können sich die Kosten für die Terrassenlattung abhängig von der Holzart durchaus in einem Preisrahmen zwischen 15 und 100 Euro pro Quadratmeter bewegen. Einen weiteren Preisfaktor, der nicht unterschätzt werden sollte, stellen die verschiedenen Befestigungssysteme dar. Einfache, verzinkte Nägel kosten weniger als unsichtbare Befestigungssysteme. Auch in diesem Fall ist die Preisspanne sehr groß und pro Quadratmeter zwischen 0,30 Euro bis 18 Euro oder sogar mehr betragen. Zu guter Letzt sollte bei Bedarf auch ein entsprechendes Budget für Basis-Werkzeuge eingeplant werden. Übernimmt ein Fachmann den Bau der Terrasse, multiplizieren sich die Kosten um ein Mehrfaches (Stand: 2011).
Neben dem klassischen Holzparkett kommen auch sehr häufig sogenannte Holzfliesen zur Anwendung. Je nach Hersteller besitzen diese aus Holz hergestellten Fliesen ein Maß von 30x30 cm. So ist es möglich, eine Art von Schachbrett-Muster auf der Terrasse oder auch dem Balkon zu erzeugen. Die Pflege der Terrassenbeschläge ist denkbar einfach. Nach der Verlegung kann das Holz durchaus mit Wasser und einem entsprechenden Kunststoffstraßenbesen leicht gereinigt werden. Regelmäßiges Abkehren verhindert unschöne Ansammlungen von Schmutz.