Beton ist ein Gemisch aus Zement und Wasser. Dazu werden bestimmte Gesteinskörnungen, z. B. Sand oder Kies gegeben. Betonzusatzstoffe und bestimmte Zusatzmittel können seine Eigenschaften nachhaltig verändern.
Bereits vor ungefähr 10.000 Jahren wurde betonartiger und dauerhafter Kalkmörtel verwendet. Er konnte bei Bauwerksresten aus dieser Zeit im Gebiet der heutigen Türkei nachgewiesen werden. Bei der Errichtung der weltberühmten Pyramiden im 3. Jahrtausend vor Christus fanden ebenfalls bereits betonartige Gemische Verwendung, unter anderem wiesen die Archäologen die Benutzung gebrannten Kalks in größeren Mengen nach. Die Römer entwickelten den Kunststein wesentlich weiter. Der sogenannte "Römische Beton" ist unter Fachleuten ein Begriff. Gebrannter Kalk, Sand und Wasser waren seine Grundzutaten, was der heutigen Zusammensetzung schon sehr nahe kommt. Bauwerke aus diesem Material haben die Jahrtausende überdauert. Ein Beispiel ist das heute noch in Rom stehende Pantheon, das um 120 nach Christus errichtet wurde. 1700 Jahre lang war die Kuppel das größte Bauwerk dieser Art auf dem Globus. Deren Innendurchmesser beträgt 43 Meter, ein Wert, welcher lange nicht übertroffen wurde.
Danach geriet der Werkstoff Beton für lange Zeit in Vergessenheit und wurde erst ab 1755 weiter entwickelt. Der aus England stammende John Smeaton war auf der Suche nach einem Mörtel, der wasserbeständig sein sollte. Dazu führte er verschiedene Versuche durch, die die Qualität des entstehenden Betons wesentlich verbesserten. Später wurde der Portlandzement erfunden, der bis in die Gegenwart ein wichtiger Grundstoff für den Beton ist. Durch den Einsatz von Bewehrungsstahl konnten die technischen Eigenschaften stark verbessert werden. In der Gegenwart ist Beton aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Er wird für Statuen, Denkmäler, für Architektur jeglicher Art und sogar für Möbel verwendet.
Schon der bekannte amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway liebte den Beton als Grundlage für Einrichtungsgegenstände und Architekturen. Sein letztes Haus in Idaho ist von diesem Werkstoff geprägt. Leider ist das Gebäude, in dem der Schriftsteller auch Selbstmord beging, der Öffentlichkeit nicht zugänglich.
In der Gegenwart werden die verschiedenen Qualitäten des Betons vielfach bei Möbeln eingesetzt. Derartige Möbel sind aber nicht nur grau, trist und kalt, wie vielleicht beim ersten Nachdenken vermutet werden könnte. Die Möbel können heute durch ganz spezielle Verfahren in den unterschiedlichsten Farbnuancen gestaltet werden. Gleichzeitig kann dem Möbelstück durch Schleifen, Polieren und Wachsen eine glatte und glänzende Oberfläche verliehen werden, die gar nichts mit dem gängigen Vorstellungen von einer Betonoberfläche zu tun hat. Werden aber trotzdem Möbel gewählt, welche das übliche Erscheinungsbild von Beton aufweisen, ergeben sich in der Kombination mit anderen Werkstoffen und Holz zum Teil überraschende Effekte. Allerdings besitzt Beton stets eine Eigenschaft, die ihn als solchen ausweist: Der Kunststein hat eine große Masse, und das kann bei einem eventuellen Umzug zu vermehrtem Arbeitsaufwand führen. Für den Möbelbau findet sogar ein Beton Verwendung, der viel schwerer ist als normaler Beton. Befindet sich die neue Wohnung in einem Altbau, ist es ratsam, sich im Vorfeld über die Tragkraft der Decken zu informieren. Oft können Holzbalkendecken nicht besonders stark belastet werden. Hier sollte in jedem Fall ein Statiker konsultiert werden, um spätere unangenehme Überraschungen zu vermeiden.