Babyzimmer sollen eine ruhige und sanfte Atmosphäre bieten und gleichzeitig zweckmäßig sein. Dies ist gar nicht so schwer zu bewerkstelligen oder mit viel finanziellem Aufwand verbunden, wenn man einige Punkte beachtet.
Baby- und Kinderzimmer sind eine eher neue Einrichtung. Vor dem 18. Jahrhundert waren noch das Elternschlafzimmer und der Dachboden die Plätze, wo der Nachwuchs untergebracht wurde. Ab dem 19. Jahrhundert waren Kinderzimmer dann in allen Bevölkerungsschichten verbreitet. Heutzutage sind Kinderzimmer in der Regel neben dem Elternschlafzimmer gelegen und fest in den Grundriss integriert.
Um dem Baby eine möglichst ruhige und harmonische Atmosphäre zu bieten, empfiehlt sich beim Einrichten die Devise: weniger ist mehr. Das beginnt schon mit der Wandgestaltung. Kleine Kinder sind mit aufwendigen Bildern von Elfen, Bären und Rennautos oft eher überfordert. Klare und einfache Muster helfen bei der räumlichen Orientierung am besten. Auch Tapeten oder die Farben sollten nicht zu unruhig sein: lieber eine durchgängige Farbe statt der Tapete mit den tausend kleinen Tüpfelchen wählen. Sanfte Pastellfarben sind für das Babyzimmer gut geeignet, außerdem empfehlen sich für den Nachwuchs eher warme Farbtöne. Wenn das Zimmer für einen Jungen Blau gestrichen werden soll, sollten Eltern eher ein warmes Blau auswählen, das leicht ins Grünliche geht. Kinder empfinden warme Farben als beruhigend.
Das Material der Wahl für Babyzimmermöbel ist Holz. Eher vermieden werden sollten Möbel aus Metall oder mit einem Metallgestänge, dieses kann Elektrizität einer nahegelegenen Steckdose in geringem Maß weiterleiten. Ein Bettchen, ein Kleiderschrank, eine Kommode und ein Wickeltisch zählen dabei zur üblichen Grundausstattung. Findige Eltern verwenden den späteren Schulschreibtisch als Wickelfläche - in den Schubladen findet sich Platz für Wickelutensilien. Stillende Mütter freuen sich über eine bequeme Sitzgelegenheit, wie einen bequemen Sessel.
Der Schlafplatz sollte wegen Zugluftgefahr möglichst weit weg vom Fenster und der Eingangstüre an einer ruhigen, geschützten Stelle gelegen sein. Bei der Wahl der Matratze sollten Eltern vor allem auf Federkernmatratzen und synthetische Materialien wie Schaumstoffe verzichten. Besser geeignet für einen entspannten Nachtschlaf sind Naturmaterialien wie Naturkautschuk, Schafwolle oder Rosshaar. Besonders hübsch wirkt ein kleiner Betthimmel, der den Schlafplatz zu einem geschützten Bereich macht und das Bett in eine Kuschelhöhle verwandelt. Wer seinem Nachwuchs etwas Gutes tun will, verzichtet vor allem in den ersten Lebensmonaten auf unruhige Mobiles und geht allgemein eher sparsam mit Dekoration um. Es bietet sich an, eher ein paar schöne Einzelstücke als Blickfang aufzustellen, anstelle von vielen kleinen Accessoires, Horden von Plüschtieren und Figürchen. Alle elektrischen Geräte erzeugen Felder und sollen möglichst weit vom Schlafplatz entfernt aufgestellt werden, wenn die Eltern nicht ganz darauf verzichten wollen.