Viele Deutsche betätigen sich in ihrer Freizeit als Heimwerker. Dabei werden unter anderem Möbel gebaut. So kann auch ein Bett entstehen, in dessen Konstruktion eigene Ideen eingebracht werden.
Grundsätzlich ist es meist so, dass es in der Regel teurer ist, ein Bett selbst zu bauen, als es fertig zu kaufen. Doch diese Überlegung sollte nur eine Nebenrolle spielen, wenn solch ein Projekt in Angriff genommen wird. Ein selbst gebautes Bett stellt eine ganz persönliche Herausforderung dar. Ein ganz individuelles Produkt entsteht, das selbst geplant wurde. Da ist es durchaus möglich, dass das eine oder andere Maß nicht ganz stimmt, aber gerade diese Dinge machen das Werkstück einmalig.
Erst einmal sollte sich der Heimwerker darüber im Klaren sein, was für ein Bett er eigentlich bauen möchte. Es gibt die unterschiedlichsten Sorten und Stilrichtungen. Eine gute Anregung kann es sein, sich auf diversen Seiten im Internet umzusehen. Hier findet man Bilder und Bauanleitungen für Betten aus der Barockzeit, aus der Gründerzeit, der Renaissance und vielen anderen Stilrichtungen. Zum Teil sind die Modelle abgewandelt, sodass sie für den Heimwerker einfacher zu bauen sind.
Wichtig ist, sich danach zu richten, welche Matratze später verwendet werden soll. Es empfiehlt sich, die Bettkonstruktion nach gängigen Matratzenmaßen zu richten, denn eine Matratze in Sondergröße könnte sehr teuer werden. Handelsüblich ist zum Beispiel ein Matratzenmaß von 0,90 mal 2,00 Metern. Für ein einfaches Bett im Stil eines Futonbettes werden folgende Materialien gebraucht: 4 Vierkanthölzer, Querlatten, Längslatten, Auflageleisten, Holzleim, Holzschrauben und 4 Metallwinkel. Stichsäge, Bohrer, Schrauber und Schleifpapier sind die Werkzeuge, die benutzt werden müssen. Die Vierkanthölzer werden als Beine und Umrandung verwendet. Um die anfallenden Lasten tragen zu können, sollten sie die entsprechende Dicke aufweisen. Es empfehlen sich quadratische Hölzer mit einer Seitenlänge von 0,40 Metern. Zuerst müssen die Füße angefertigt werden, dann werden Längs- und Querlatten vorbereitet. Danach werden die Teile zusammengesetzt und die Auflageleisten angebracht.
Für eine rustikale Einrichtung kann aber auch ein Himmelbett gebaut werden. Hierbei wird natürlich wesentlich mehr Material benötigt. Zusätzlich ist es möglich, das Möbelstück mit individueller Bauernmalerei zu verzieren. Im 18. und 19. Jahrhundert war es üblich, den Betthimmel aufwendig zu bemalen. Ein beliebtes Motiv war der tiefblaue Nachthimmel mit Mond und Sternen. Dabei trug der Mond oft ein Gesicht. Dieses Motiv kann für die Gegenwart abgewandelt werden. Es ist möglich, einen Sommerhimmel abzubilden, über den weiße Wolken ziehen. Dazu kann eine Sommersonne strahlen. Das vermittelt auch ein kleines Stück Urlaubsgefühl im eigenen Bett. Zum Schluss können die Bettseiten mit Vorhängen behängt werden. Sie können sich in Farbe und mit ihren Motiven an den Stil der Malerei anpassen.