Innenarchitekten sind natürlich die Fachleute, wenn es darum geht, eine Wohnung einzurichten. Aber man kann sich aus der Vielfalt der Möglichkeiten Anregungen holen und diese dann Realität werden lassen.
Wo kann man sich die besten Ideen für die eigene Wohnung holen? Es gibt eine große Anzahl von Einrichtungsmagazinen, die Beispiele geben. Da gibt es zum Beispiel „Laura Wohnen kreativ“ und „Bauers Wohnidee“. Eine wahre Fundgrube für Wohnmagazine sind die Bahnhofsbuchhandlungen. Wer hier in dem vielfältigen Angebot blättert, kann schon einmal die Abfahrtszeit seines Zuges vergessen. Kostenlos informieren die Magazine großer Bausparkassen regelmäßig über neue Trends und geben so fruchtbare Denkanstöße. Sie liegen in den Schalterhallen der Banken und Sparkassen regelmäßig aus. Bausparer haben sie in der Regel sogar abonniert.
Eine andere Möglichkeit, sich umzusehen, sind Musterhäuser. Davon gibt es in Deutschland einige, und es ist selbstverständlich, dass sie entsprechend eingerichtet sind. Die Firma Town & Country hat in Deutschland über 60 davon, viele in Berlin und in den süddeutschen Bundesländern. Große Einrichtungshäuser veranstalten regelmäßig kostenfreie Wohnseminare, auch ein einfacher Gang durch ein Möbelhaus kann bereits die eine oder andere Idee im Kopf Gestalt annehmen lassen.
Oder der nach neuen Einrichtungsanregungen Suchende macht sich auf den Weg zu einer Wohnungsmesse. Diese gibt es im Prinzip an jedem größeren Messestandort. In Köln startete zum Beispiel im Januar 2011 solch ein Ereignis, die „IMM Cologne“. Das Wohnen der nächsten Jahre wurde als umweltfreundlich, funktional und verspielt dargestellt. Im Januar 2012 soll eine komplette Einrichtungsmesse die IMM Cologne ergänzen. Sie soll künftig alle zwei Jahre stattfinden, im Wechsel mit einer Kücheneinrichtungsmesse, die sich bereits mit über 170 Ausstellern bewährt hat. Am Messestandort Hannover gibt es jährlich im Oktober Einrichtungsmessen, die Regionalmesse WohnTrend lädt Ende Oktober nach Ludwigsburg. Bei all den ganzen Anregungen ist es gut, nicht die Übersicht zu verlieren. Zettel und Bleistift halten wichtige Fakten fest, falls es erlaubt ist, kann natürlich fotografiert werden. Dies ist jedoch nicht überall der Fall. Später kann dann Daheim das Gesehene sortiert werden und die Messeanregungen können nachwirken. Persönliche Vorlieben spielen dabei auf jeden Fall eine Rolle. Denn die Wohnung eines Menschen ist ein Spiegel seiner selbst.
Ist man handwerklich begabt, ist es möglich, selbst zur Tat zu schreiten und seine Vorstellungen zu verwirklichen. Vielleicht ganz anders, als es in irgendeinem Trend liegt oder irgendwo im Magazin abgebildet war. Vielleicht kann man das Heim bei ausreichender Raumhöhe mit einer zweiten Holzetage versehen, die Küche selbst bauen oder das Wohnen im Grünen mit Zimmerpflanzen verwirklichen.