Wind und Wetter stellen für ein Haus eine durchaus ernst zu nehmende Belastung dar. Besonders die Fassade ist den Witterungsbedingungen ausgesetzt. Die Fassadenfarbe ist mehr als nur gestalterisches Element.
Eine Hausfassade ist 365 Tage im Jahr dem Einfluss der Witterung ausgesetzt. Regen, Schnee und auch die Sonne hinterlassen deutliche Spuren auf dem Putz und auf der aufgebrachten Farbe. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das Streichen der Fassade zu den häufigsten Maßnahmen gehört, dem Haus wieder ein gepflegtes Äußeres zu verleihen. Auch wenn sich eine komplette Fassadenrenovierung sehr umfangreich und aufwendig gestaltet und meist von einem Fachmann ausgeführt wird, ist der Bauherr mit ein wenig handwerklichem Geschick dennoch in der Lage, kleinere Reparatur- und Malerarbeiten an der Außenseite des Hauses selbst auszuführen.
Bevor aber mit den Malerarbeiten begonnen werden kann, steht die Entscheidung, welche Farbe für den Anstrich verwendet werden soll, im Vordergrund. Der Fachhandel bietet neben der herkömmlichen Dispersionsfarbe auch Silikatfarbe und Kunstharz-Silikonharzfarbe an. Immer häufiger erfreuen sich Farben, die über einen Lotuseffekt verfügen, größerer Beliebtheit. Es hat viele Jahre gedauert, bis es Wissenschaftlern gelungen ist, das Rätsel, das hinter den immer sauberen Blättern der Lotuspflanze steckt, zu entschlüsseln und industriell nutzen zu können. Die mikroskopisch fein strukturierte Oberfläche verhindert ein Anhaften von Schmutzpartikeln und auch Wasser perlt ungehindert ab. Auf eine sehr ähnliche Art und Weise funktioniert auch Fassadenfarbe, die mit dem Lotuseffekt versehen wurde. Wie bei so vielen Dingen gilt auch für die Farben mit Lotuseffekt: Qualität bringt ein entsprechendes Preisgefüge mit sich. Bei einer Gebindegröße von fünf Litern muss durchaus mit Kosten zwischen 60 € und 70 € im Internetshop gerechnet werden. Die Fassadenfarbe Lotusan bietet nicht nur optimalen Schutz vor der unschönen Verschmutzung der Fassade, auch Algen oder ein Pilzbefall hat bei der Verwendung einer solchen Farbe keine Chance. Allerdings kann die Lotusfarbe nur sehr begrenzt farblich abgemischt werden, da andernfalls der Effekt verloren geht. Mit einem Verbrauch von ca. 0,18-0,20 l/m² mag es sicherlich Farben geben, die eine größere Ergiebigkeit besitzen. Der Vorteil dieser Farbe liegt aber klar auf der Hand. Weder Schmutz, noch Algen, Pilze oder ähnliche Dinge finden auf der Oberfläche, die mit der Lotusfarbe behandelt wurde, Halt. Besonders bei weißen Hauswänden ist der Unterschied während den nassen Phasen des Wetters deutlich auch nach mehreren Jahren zu sehen. Während andere Hauswände im Regen gelb oder grau erscheinen, kann das Weiß der Lotusfarbe auch bei nasser Witterung strahlen.
Jede Hausfassade bringt ihre ganz eigenen Voraussetzungen mit sich. So spielt bei der Auswahl der Farbe auch der Untergrund eine wichtige Rolle. Mineralputze, aber auch der Kunstharzputz kann sowohl mit der Dispersionsfarbe als auch mit Silikat- und Kunstharzfarbe versehen werden. Im Gegensatz zu den Farben mit Lotuseffekt ist es hier sehr einfach möglich, auch sehr intensive und leuchtende Farben für den Anstrich zu verwenden. Allerdings darf dabei der Einfluss der Sonnenstrahlung nicht außer Acht gelassen werden. Je intensiver die Abtönung ausfällt, umso größer die Gefahr, dass die Farbe im Laufe der Zeit regelrecht an der Hauswand "verbrennt", ihre Leuchtkraft und Intensität verliert. Setzt der Bauherr auch hier auf Qualität, muss er mit Kosten für ein 10-l-Gebinde von ungefähr 60 € rechnen. Alle Angaben entsprechen dem Stand 11/2011.