Heute ist es üblich geworden, in großen Räumen zu leben und dort Einrichtungsideen voll und ganz auszuleben. Dabei haben doch gerade kleine Zimmer ihre eigenen Reize, die sie unverwechselbar machen.
Kleine Zimmer sind zu eng, füllen sich schnell mit Möbeln und wirken schon unaufgeräumt, wenn nur mal etwas liegen bleibt. Andererseits bieten gerade solche Räume ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten für den Laien. Das mit der Ordnung ist allerdings ein zentraler Gesichtspunkt, geht es um ihre Ausgestaltung. Ordnung und Sauberkeit sind eine günstige Möglichkeit, stets für optische Größe zu sorgen. Stellt man zu viele Ausstattungsgegenstände hinein, wirkt der Raum viel winziger, als er ohnehin schon ist. Gleichzeitig bedeutet weniger Dekoration weniger Aufwand bei der Säuberung. Professionelle Hilfe bieten Internetseiten zum Thema. Hier werden konkrete Anregungen zur Einrichtung kleinerer Wohnungen vorgestellt.
Zum Beispiel ist es möglich, Gästezimmer, Arbeitsplatz und Wohnraum auch mit beschränktem Platzangebot zu kombinieren; kleine Raumwunder entstehen. Hier ist es wichtig, die Sache vorher konkret zu planen. Das kann durch eine einfache Bleistiftskizze geschehen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich Bilder von den geplanten Ausstattungsgegenständen zu suchen, diese auszuschneiden und als Collage aufzukleben. Viele Wohnzeitschriften, Einrichtungskataloge und Werbematerialien halten die Bilder in großer Zahl bereit. Auf angemessenen Wohnkomfort muss trotz beschränkter Quadratmeter keineswegs verzichtet werden. Wichtig ist, dass die Möbel in ihren Proportionen zum Raum passen, also keineswegs wuchtig sein sollten. Hier ist es zweckmäßig mi Raumgrundriss und Bandmaß einkaufen zu gehen.
Das menschliche Auge ist leicht zu täuschen. Gerade das kann der Wohngestalter ausnutzen. Der Innenarchitekt Klaus Peters empfahl in der Zeitschrift „Brigitte“, kleine Dielen und Küchen mit extragroßen schwarz-weißen Fliesen zu gestalten. Ein großzügiges Aussehen ist dadurch garantiert. Dr. Dagmar Brenner, Architektin, empfiehlt in der gleichen Zeitschrift den Türentrick: Türen aushängen oder durch Glastüren ersetzen.
Eine Farbe, die in verschiedenen Schattierungen aufgetragen wird, wirkt immer vergrößernd. Dies ist ein optischer Grundsatz. Kräftige Farben sind aber kein Hindernis, um einen Raum größer erscheinen zu lassen. Allerdings ist hier geschickt vorzugehen: Mit Weiß und Naturtönen muss ein Ausgleich geschaffen werden. Ein heller Farbton für Wände, Decken, Möbel und Boden wirkt immer. Weiß und Hellblau sind besonders beliebt. Die „Alpina Volksfarbe" hochdeckend wird beim Praktiker Baumarkt für 19,99 Euro angeboten, die fertig abgetönte Farbe für Innenwände gibt es bereits für 16,99 Euro. Abtönpasten für weiße Farben sind generell für um die 5,00 Euro zu haben. Hier ist zu beachten, dass man sehr sorgsam damit umgehen sollte, und um einen gleichen Farbton zu erreichen, gleich die ganze Farbe für das Zimmer mischen muss. Ein guter Einfall ist es, einen Spiegel bei der Zimmergestaltung zu nutzen. Denn er vergrößert Räume durch den Effekt der optischen Täuschung. Der Effekt eines zusätzlichen Fensters kommt ins Spiel. Natürliches Licht sollte man immer geschickt ausnutzen, in Kombination mit einem Spiegel kann hier viel erreicht werden.