parkettarten
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PARKETTARTEN

Zahlreiche Parkettarten werden im Wohnbereich verlegt

Parkett ist ein edler Fußbodenbelag aus dem Werkstoff Holz und findet im normalen Wohnbereich Verwendung. Das dazu verwendete Hartholz wird in kleine Stücke zersägt und zu Mustern zusammengesetzt.

In der Gegenwart werden in vielen deutschen Wohnungen zahlreiche verschiedene Arten von Parkett verlegt. Am bekanntesten ist das Massivparkett. Dieses ist aus Massivholzstückchen aufgebaut. In der Regel wird es unbehandelt verlegt und danach mehrmals mit der Parkettschleifmaschine abgeschliffen. Mehrere Schleifgänge sind unbedingt nötig, um eine gute Qualität zu erreichen. Die anschließende Behandlung und Versiegelung der Oberfläche erfolgt mit Wachs, Fußbodenöl oder Parkettlack. Mittlerweile wird aber auch schon Massivparkett hergestellt, dessen Oberfläche bereits fertig behandelt ist. Einige Hersteller bieten dieses Fertigparkett an. Es ist auch im Baumarkt erhältlich und kann durchaus vom Laien verlegt werden.

Von 1950 bis ca. 1970 war es üblich, dass verschiedene Massivparkette mit Klebern befestigt wurden, welche Bitumen oder Teer enthielten. Diese Kleber enthielten in vielen Fällen den krebserregenden Stoff PAK. Wird solches Parkett abgebaut, empfiehlt es sich, das durch ein Fachunternehmen vornehmen zu lassen. Auch die Entsorgung sollte in die Hände von Fachleuten gegeben werden. Ein Parkett, das einst so verklebt worden ist, kann zu einer dauernden Quelle der Gesundheitsgefährdung für die Raumnutzer werden. Mit den Jahren lockern sich manche Parkettteile. Der darunter liegende Kleber wird dann durch die Trittbewegungen zermahlen. Durch die Fugen kommt er in die Raumluft und wird eingeatmet.

Massivparkett wird in mehreren verschiedenen Arten verlegt, unter anderem als Stabparkett. Dieses besteht aus einzelnen Holzstäben, die in der Regel 500 × 60 × 22 Millimeter groß sind. Bei den meisten verschiedenen Stabparketten variieren diese Maße nur geringfügig, genormt sind sie allerdings nicht. Das Parkett wird auf einen festen Unterboden aus Holz aufgenagelt. Es hat eine sehr lange Lebensdauer und wird nach verschiedenen Mustern verlegt. Bekanntere Verlegungsarten sind unter anderem das Fischgrätparkett, der Schiffsbodenverband oder der Würfelverband. Besonders auf den vielen alten Gasthofsälen, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland entstanden, sind viele Arten von Stabparkett in diversen Mustern verlegt worden. Oft stammen sie noch aus der Erbauungszeit der Gebäude und legen Zeugnis für die lange Haltbarkeit des Massivparketts ab.

Eine andere Art von Parkett ist das sogenannte Mehrschichtparkett. Es wurde im Jahre 1939 von Johann Kähr als Patent angemeldet. 1941 führte dann Kährs Unternehmen diese Parkettart weltweit als erstes bekanntes Fertigparkett ein. Es war damals aus 3 Schichten aufgebaut, die sehr resistent gegen eventuell entstehende Verwerfungen waren. Es bestand die Möglichkeit, Kährs Parkett ohne Verklebung lose zu verlegen. Ähnlich wie bei heutigem Fertigparkett erfolgte das mithilfe des Klicksystems auf einer untergelegten Matte. Allerdings ist die Nutzschicht bei einem derartigen Parkett nur ca. 2 bis 4 Millimeter stark. Diese Trägerschicht ist aus billigerem Holz, meist Nadelholz aufgebaut. Nutz- und Trägerschicht sind auf eine Grundplatte aus Holzwerkstoff aufgebracht. Allerdings ist die Lebensdauer dieses Fertigparketts nicht so hoch wie bei einem verklebten Parkett. Ein Nachteil liegt in der Abnutzung der Nutzschicht, die nicht oft abgeschliffen werden kann. Deshalb eignet es sich mehr für normale Wohnräume.

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