Design unterliegt Moden, es hat immer auch etwas mit gesellschaftlichen Umständen zu tun. Heute gibt es wieder starkes Interesse an historischen Möbeln, nicht alle von ihnen waren als teure Designerstücke konzipiert.
Seit einiger Zeit ist ein gestiegenes Interesse an Möbeln der 50er-, 60er- und 70er-Jahre entstanden. Mitunter gehen Originalteile dieser Jahrzehnte für enorme Summen weg. Diese Wertzuschreibung der Möbel aus den letzten Jahrzehnten ist eine Trenderscheinung. Wer mit dem Trend gehen möchte, aber keine enormen Summen ausgeben möchte, der sollte sich überlegen, ob Imitate d.h. Möbel aus weniger hochwertigen Materialien, ausreichen.
Der Möbelbereich
Dabei war Design nicht immer gleichbedeutend mit hohen Preisen. Ganz im Gegenteil entwickelten sich Designer im Möbelbereich, wie man es heute kennt, erst mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Also mit der massenhaften Herstellung von Möbeln. Von da an wurde viel mit neuen Materialien experimentiert.
Die Bauhauskünstler sind die Wegbereiter von massenhaften und günstigen Designmöbeln
Wegweisend war unter anderem das Bauhaus, das 1919 in Weimar gegründet wurde und bis 1933 bestand. Bauhauskünstler wollten Möbelstücke herstellen, die als Gesamtkunstwerk galten, trotzdem aber für viele erschwinglich waren.
Günstige Designermöbel durch die Verwendung von Spanplatten
In den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts entstand in den skandinavischen Ländern eine Designbewegung, die bis heute stilprägend ist. Die entworfenen Möbel sollten schlicht und funktional sein und in Massenproduktion hergestellt werden können, damit möglichst viele sie sich leisten können. In den 60er- und 70er-Jahren wurde weiter damit experimentiert. Es wurden beispielsweise Spanplatten eingesetzt, um Möbel leichter und billiger zu gestalten.